Autopilot für Praxisfinanzen

Wäre es nicht schön, wenn man sich auch bei Praxisfinanzen entspannt zurücklehnen könnte und von einem "Finanz-Chauffeur" von A nach B gebracht werden würde? Während in der Automobilindustrie heute schon automatische - sich miteinander abstimmende Prozesse - "normal" sind, sind wir im volldigitalen Finanzwesen davon noch entfernt. Was hier in Zukunft möglich ist und wie sich das auf die Finanzwelt von Praxisinhaber:innen auswirken könnte, lesen Sie in unserem neuen Blog.

"Simplicity is about subtracting the obvious and adding the meaningful." - John Maeda

In der Technologie-gestützten Welt von heute gewöhnen wir uns zunehmend an automatische, sich miteinander abstimmende Prozesse. Nehmen wir das autonome Fahren: Der eingebaute Chauffeur an Bord unseres Autos ermöglicht uns den entspannten Transport von A nach B. Er wählt selbständig die beste Route und je nach aktueller Verkehrslage beschleunigt oder verzögert er die Fahrt zur verbrauchs- und sicherheitsoptimalen Reise. Er beachtet selbstverständlich alle geltenden Regeln der StVO und natürlich überprüft er fortwährend die Reichweite, um rechtzeitig eine Ladestation anzusteuern. Wir als „Fahrer“ überwachen lediglich noch das Fahrkönnen unseres Autopiloten.  Wir vertrauen auf automatisierte Abläufe und werden entspannt ans Ziel gebracht.

Was in der schon Automobilindustrie möglich ist, sollte doch erst recht im voll digitalen Finanzwesen machbar sein? Leider (noch) nicht wirklich … Banken sortieren ihre Angebote weiterhin eher nach Produkttypen wie Konto & Karte, Kredit, Anlage, Versicherung. Für den „Finanz-Fahrer“ bedeutet das, er muss seinen anstehenden Bedarf selbst situativ erfassen, verstehen und dann das passende Produkt auswählen.  Das heißt in unserem „Finanz-Fahrzeug“ werden wir nicht entspannt, automatisiert von A nach B gebracht, sondern wir müssen uns selbst darum kümmern, welches Assistenzsystem wann und wie passend einzusetzen ist und wir müssen es auch selbst im Ablauf steuern.  

Besserung durch innovative Fintechs in Sicht!?

Mehr als 80 Payment-Fintechs, fast 100 für Lending und gut 70 für übergreifende Finanzmanagement bieten in Deutschland aktuell ihre Dienste an – alle hochtechnologisch und automatisiert, aber oft optimiert für singuläre Finanzprozesse. Auf den ersten Blick eine großartige Auswahl, für den „Finanz-Piloten“ - bei genauerer Betrachtung allerdings eine zusätzliche Herausforderung, die passende Kombination und Sequenz mit unterschiedlichen Bedienkonzepten zusammenzustellen.  

Wenn unser „Finanz-Pilot“ nun Arzt/Ärztin, Zahnarzt/Zahnärztin oder Therapeut/Therapeutin mit eigener Praxis ist und sich zurecht voll und ganz auf Patienten konzentrieren möchte, dann wird unnötig viel Zeit gebunden. Zeit für Auffinden, Verstehen, Bewerten, Auswählen und Nachhalten von Finanzleistungen.  

Es braucht also einen „Chauffeur“ - einen Finanzassistent für die Praxis der das ärztliche Finanz-Fahrzeug sicher durch den Dschungel möglicher Anlage-, Finanzierungs-, Bezahl-Optionen steuert. Die vorhandenen Open Banking-Modelle, die per API-Technologie Struktur in die Vielzahl der Finanzthemen der Praxis bringen sollen, sind hier ein wichtiger Schritt, den Chauffeur der Heilberufler/Heilberuflerinnen unterstützen.

 

Was fehlt also noch zum autonomen Steuern der Praxisfinanzen?  

Grundvoraussetzung für autonomes Handeln ist zunächst der umfängliche Zugang zu Finanzinformationen, Transparenz und eine konsolidierte, strukturierte Sicht auf alle Praxisfinanzen – quasi eine Art Cockpit der praxiseigenen Leistungen, welche auf einen Blick leicht verständlich sind.  Ob Vereinnahmung der Patientenrechnungen, Bestellung neuer Geräte und Verbrauchsmaterialien, Personalabrechnung oder die Rücklage für die Steuer - es braucht die Verschmelzung organisatorischer und finanzieller Komponenten in einer Finanzübersicht.  

So könnte die „Fahrt“ bspw. schon bei der Bestellung eine neuen Praxisgeräts im Austausch mit Kollegen im Community-Chat und deren Erfahrungen starten. Der autonome Praxis-Fahrer bewertet die Beschaffungspartner, ergänzt die benötigten Aufbau-, Wartungs-, und Versicherungsleistungen und schlägt vollautomatisch die passende Lösung vor. Im Hintergrund kalkuliert er bereits die Auswirkung der Investition auf Praxisumsatz und Kosten und bietet passende Szenarien zum Einsatz. Gleichzeitig würde die für den Kauf und Betrieb des Geräts benötigte Liquidität ermittelt werden und jeweils bedarfsgerecht finanziert oder in den Rücklagen reserviert. Und sobald die Neuanschaffung in Verwendung ist startet der Finanz-Chauffeur zur nächsten Fahrt und initiiert die Ansparung für die erwartete Erneuerung.  Abschließend werden alle relevanten Informationen zur Geräteinvestition automatisch an den Steuerberater übermittelt und die Abschreibung (nach AfA Tabelle) und Steuereffekte dargestellt.  

Die Finanzindustrie bezeichnet die Integration von Finanzdienstleistungen in operative Prozesse ihrer Kunden als „embedded banking“. Wir nennen es „CURE Finance“ - intelligentes Banking für Heilberufe. Wir sind der autonome Fahrer für alle Formen Ihrer Praxisfinanzen.  

Lassen Sie uns gemeinsam Gas geben!

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