Management der Praxisfinanzen als Erfolgsfaktor

Autopilot für Praxisfinanzen: Wäre es nicht schön, wenn man sich auch bei Praxisfinanzen entspannt zurücklehnen könnte und von einem "Finanz-Chauffeur" von A nach B gebracht werden würde? Während in der Automobilindustrie heute schon automatische - sich miteinander abstimmende Prozesse - "normal" sind, sind wir im volldigitalen Finanzwesen davon noch entfernt. Was hier in Zukunft mit „embedded banking“ möglich ist und wie sich das auf die Finanzwelt von Praxisinhaber:innen auswirken könnte, lesen Sie in unserem neuen Blog.

Ärzt:innen und Zahnärzt:innen erhalten im Studium bisweilen nur marginal Einblick in betriebswirtschaftliche Abläufe und effektives Praxismanagement. Für Informationen und Erfahrungen für den Aufbau und das Management einer Niederlassung bleibt oft nur das Gespräch mit Kollegen sowie mit Finanz- und Steuerberatern. Dinge, die dabei u.a. berücksichtigt werden sollten, sind:

• Rechtsform und Finanzierung der Praxis

• Definition der Identität und Kernkompetenz der Praxis

• Organisation der Geschäfts- und Arbeitsabläufe

• Praxisgestaltung, Praxisausstattung und Einrichtung

• Effiziente Beschaffung von medizinischen Geräten und Material

• Einstellung, Steuerung und Führung von Mitarbeitern

• Kommunikation und Abläufe mit Partnern (z.B. Laboren, Überweisern)

• Aufbau interner Verwaltungssysteme (Arztinformationssystem, PVS, PMS)

• Gestaltung der Abrechnungsprozesse (KV, KZV, Factoring, PL)

• Rechtssicherheit und Vertragsverwaltung

• Aufbau der Buchhaltung

• Aufbau von Ausfallschutz-Mechanismen für Ärzt:innen / Zahnärzt:innen und Praxis

• Effiziente und zielgerichtete Steuerplanung  

Die Herausforderung

Die Schwierigkeit und sicherlich eine der größten Herausforderungen bei Praxisgründern ist es, sämtliche Prozesse ganzheitlich zu erfassen und homogene, verständliche, vor allem aber verwaltbare Strukturen in der Praxis zu schaffen. Der Patient mit all seinen Belangen soll und muss im Mittelpunkt stehen.

Allerdings bleiben bei der Mehrheit der Praxen Geschäftsprozesse und die Steuerung der Praxisfinanzen oftmals auf der Strecke. Und dies fängt schon sehr banal bei der Kenntnis relevanter Praxiskennzahlen an:

• Welcher Umsatz wurde im Vorquartal / Vorjahr erwirtschaftet?

• Wie hoch ist die Kostenquote?

• Wieviel Liquidität muss in der Praxis vorgehalten werden?

• Wie steht die Praxis im Vergleich zu anderen Praxen da?

• Wie hoch kann die monatliche Entnahme sein?

• Wieviel muss für die anstehende Steuerzahlung zurückgelegt werden?

Hohe Dokumentationspflichten kombiniert mit bürokratischen und heterogenen Praxisprozessen kosten vor allem Zeit. Zeit, die am Patienten bessere Verwendung fände.

Leider gibt es derzeit keine Bank oder Softwarelösung, welche relevante Praxiskennzahlen wie Umsatz, Kosten und Liquidität intuitiv und automatisch aus den unterschiedlichen Datenquellen erfasst und strukturiert. Oder gar darüber hinausgehend - als echter Finanzbegleiter - Ärzt:innen & Zahnärzt:innen bei relevanten Finanzentscheidungen unterstützt und eine datenbasierte Empfehlung zum Erfolg der Praxis ausspricht.

Die heutigen traditionellen Banken sind überwiegend mit sehr generischen Kontomodellen (Kontostand, Transaktionsliste) im Markt vertreten und bieten weder Zugang zu aufbereiteten Unternehmens-/ Praxiskennzahlen noch einen Kontext zur jeweiligen, individuellen Praxissituation an. „Contextual Finance“ wird das ändern - im Gesundheitsmarkt und auch in anderen Branchen.

Kontextuelle Intelligenz für die effiziente Steuerung aller Praxisfinanzen

Der Zugang zu Informationen verändert sich. Digitale Innovationen wie z.B. die Einführung der Telematikinfrastruktur, DiGA, ePa etc. verändern sowohl die Abläufe und Prozesse als auch den Umgang mit Informationen und Patienten. Das gilt nicht nur für Patientendaten sowie neue digitale Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten, sondern damit einhergehend, wird sich auch der Zugang zu spezifischen Finanzinformationen zur Praxis verbessern müssen, um die Praxis betriebswirtschaftlich erfolgreich führen zu können.

Bestenfalls erfolgt dieser Zugang künftig nicht durch den Anruf beim Steuerberater, sondern voll digital mit allen relevanten Praxis- und Finanzkennzahlen direkt aus dem Geschäftsprozess heraus. So könnte z.B. die Beschaffung eines neuen medizinischen Geräts, mit dem Wissen um niedrige Liquidität in der Praxis, bereits ein Finanzierungs- oder Leasingangebot beinhalten. Auch könnten z.B. leidige Steuernachzahlungen vermieden werden, indem Ärzt:innen oder Zahnärzt:innen rechtzeitig über das erfolgreichere Vorquartal informiert und integriert per Knopfdruck ein Steuerrückstellungskonto mit dem fehlenden Betrag angelegt wird. Jede Menge Zeit könnte auch bei automatischen Beleg- und Rechnungsprüfungen mit Zahlungseingängen eingespart werden. Die Liste an möglichen Prozessverbesserungen in der ambulanten Praxis lässt beliebig fortführen.

All diese Daten sind bereits heute verfügbar. Schnittstellen und smarte Anwendungen, auch unter Verwendung künstlicher Intelligenz, werden hier ein völlig neues Finanzmanagement in der Praxis erlauben, sehr individuell und bezogen auf den Kontext der Praxis. Hierbei spielt die Innovationsbereitschaft von Ärzt:innen und Zahnärzt:innen ein große Rolle.

Die Heilung der Praxisfinanzen mit CURE

Das intelligente Banking von CURE setzt da an, wo andere, traditionelle Banken aufhören. Als erste offene Plattform für Heilberufe schafft es eine direkte Verbindung zu den in der Praxis verwendeten Systemen und Daten und erlaubt Ärzt:innen und Zahnärzt:innen eine umfassende Sicht auf alle Praxisfinanzen. Zusätzlich setzt es alle Zahlen in einen Kontext und hilft dabei, die individuelle Finanzsituation der Praxis besser zu verstehen und mit spezifischen Funktionen direkt einzugreifen. Zeitraubende Rechnungsprüfungen oder Gehaltsüberweisungen sind mit CURE automatisiert. Eine Steuervorausschau mit Rückstellungsfunktion und eine integrierte Finanz- und Liquiditätsplanung geben Ärzt:innen und Zahnärzt:innen adhoc Klarheit bei der Frage der Entnahme. Schnittstellen zu Buchhaltung und Steuerberater in einem digitalen Datenraum sparen physische Laufwege und Zeit. Integrierte Finanzierungs- und Factoring-Lösungen für Einkauf und Abrechnung erhalten Liquidität und Agilität der Praxis. Finanz- und Praxisoptimierungen können im Szenarien-Manager modelliert werden und helfen dabei, mehr Wachstum zu generieren. All diese Funktionen sind im Praxiskonto von CURE integriert. CURE hat dabei immer die Verbesserung der finanziellen Situation und des Geschäftsprozesses der Arzt- oder Zahnarztpraxis im Fokus.

(Martin Buhl, Geschäftsführer CURE)

Verwandte Artikel

Der PaymentTalk-Podcast hat sich zum Ziel gesetzt, die Payment-Branche greifbarer zu machen. Alle zwei Wochen werden unterschiedliche Akteure vorgestellt und aktuelle Herausforderungen und zukünftige Trends diskutiert. Im Juli war Martin Buhl zu Gast und hat mit Matthias Horvath über CURE Finance und die Idee des integrierten und selbstlernenden Kontos gesprochen. Außerdem ging es um den Fintech Hub Berlin und warum es wichtig ist, als Gründer hinter seiner initialen Idee zu stehen und nicht auf alle Ratschläge zu hören.
1 Minuten
Die Finanzwelt ist im Umbruch und wird derzeit radikal digital transformiert. Traditionelle Geschäftsmodelle von Banken gehören zunehmend der Vergangenheit an. Gerade Fintechs spielen in diesem Prozess eine wichtige Rolle - egal ob als Neo-Bank, Plattform oder sonstige Finanzdienstleister. Open Banking macht es möglich, dass Technologie-Unternehmen gerade verstärkt in der Finanzindustrie aktiv werden.
2 Minute